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Mein System

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Mein System

von A. Nimzowitsch
411 Seiten, gebunden, mit Einband 547 Diagramme, 2007, Deutsch
ISBN: 3-88086-117-X
ISBN 13: 978-3-88086-117-6 
Mein System
Es wäre interessant, das beste Schachbuch des Jahrhunderts zu wählen. Ich glaube, einer meiner Favoriten wäre Mein System von Aron Nimzowitsch. Michail Tal zufolge ist dieses Buch von einem Elixier der ewigen Schachjugend erfüllt.
Nimzowitsch verfasste kein Buch über Eröffnungsvarianten, sondern schrieb ein Schachlehrbuch. Seine Ansichten, Ideen und Verallgemeinerungen riefen im Schach eine Revolution hervor; ihre Konsequenzen wissen wir erst heute richtig zu würdigen..
[Arthur Jussupow]

 
Inhaltsverzeichnis:

009 Vorwort
011 Inhaltsverzeichnis
019 Teil I - Die Elemente
021 Einleitung
023 Kapitel 1 - Zentrum und Entwicklung
023 1. Unter Entwicklung ist nur der strategische Aufmarsch der Truppen zur Grenzlinie hin zu verstehen
024 2. Der Bauernzug ist an und für sich keineswegs als Entwicklungszug aufzufassen, sondern vielmehr bloß als Hilfszug für die Entwicklung
026 3. Der Entwicklungsvorsprung als Ideal
026 4. Abtausch nebst nachfolgendem Tempogewinn
029 5. Das Liquidieren, nachfolgende Entwicklung oder Befreiung
032 6. Das Zentrum und dessen Demobilisierungswut. Übungsbeispiele; wann und wie ist das Vorgehen des gegnerischen Zentrums auszuhalten? Über Behauptung und Aufgabe des Zentrums
037 7. Vom Bauernraub in der Eröffnung. Zum Bauernraub sei keine Zeit. Die besondere Hochachtung vor dem Zentralbauern und worin diese sich äußert

041 Kapitel 2 - Die offene Turmlinie
041 1. Einleitung. Allgemeines und Definitionen
042 2. Die Entstehung (Geburt) der offenen Linie. Auf friedlichem Wege. Durch kriegerisches Vorgehen. Die Angriffsmarke
044 3. Das Ideal (Endzweck) jeder Linienoperation. Von kleinen Begleiterscheinungen. Raubzug. Umgehung
045 4. Die möglichen Hindernisse auf dem Wege einer Operationslinie
049 5. Das "eingeschränkte" Vorrücken in einer Linie, um letztere zu Gunsten einer anderen Linie aufzugeben oder die mittelbare Ausnutzung einer Linie. Die Linie als Sprungbrett und das Gleichnis von der Karriere
050 6. Der Vorposten. Der Angriffsradius. Das Märlein von der Zeitschrift. Womit besetzt man den Vorposten in einer Mittellinie und womit den in einer Randlinie? Der Rollentausch und was dieser beweise
055 Kleines Schema zur offenen Linie

057 Kapitel 3 - Die 7. und 8. Reihe
057 1. Einleitung und Allgemeines. Endspiel oder Mittelspiel. Die Wahl eines Angriffszieles. Das "Schwimmverbot"
058 2. Der konzentrische und der revolutionäre Angriff in der 7. Reihe. Die Eroberung eines Punktes (Bauern) mit "akustischem Beiklang" (mit gleichzeitigem Schachgebot)
060 3. Die fünf Spezialfälle in der 7. Reihe
068 Schema zur 7. und 8. Reihe
068 Schema zu den fünf Spezialfällen
069 Partie-Beispiele zu den ersten drei Kapiteln

099 Kapitel 4 - Der Freibauer
099 1. Zur Orientierung 
102 2. Die Blockade der Freibauern 
111 3. Der Blockeur im Haupt- und Nebenberuf
114 4. Im Kampfe gegen den Blockeur
119 5. Königlicher Frontalangriff gegen einen isolierten Bauern als Ideal!
122 6. Die privilegierten Freibauern:
126 7. Wann ein Freibauer vorrücken soll:
130 Schlußspiele und Partie zum Freibauern
137 Schema zum Freibauern

139 Kapitel 5 - Der Abtausch
139 1. Wir tauschen, um eine Linie ohne Zeitverlust zu besetzen
140 2. Wir vernichten einen Verteidiger durch Abtausch
141 3. Wir tauschen, um nicht durch Rückzug Zeit zu verlieren
142 4. Wie und wo der Abtausch vor sich zu gehen pflegt

145 Kapitel 6 - Die Elemente der Endspiel-Strategie
145 Einleitung und Allgemeines. Die typische Disproportion
146 1. Die Zentralisierung
150 2. Die aggressive Turmstellung als charakteristischer Endspielvorteil
154 3. Das Zusammenschweißen isolierter Truppenteile
155 4. Die "Materialisierung" des abstrakten Begriffes: "die Linie" / "die Reihe"
157 Kleines Schema zum "Endspiel", oder die vier Elemente

163 Kapitel 7 - Der gefesselte Stein
163 1. Einleitung und Allgemeines. Taktik oder Strategie. Über die mögliche Wiedereinschaltung eines ausgeschaltet gewesenen Fesselungsmotives. Das Gleichnis vom entfesselten Freibauern
164 2. Der Begriff des ganz und der des halb gefesselten Steines
170 3. Das Problem der Entfesselung
176 Partien zur Fesselung
184 Kleines Schema zur Fesselung

185 Kapitel 8 - Das Abzugsschach
185 1. Der Verwandtschaftsgrad zwischen "Fesselung" und "Abzugs-schach" Wohin zieht der aufdeckende Stein am besten?
187 2. Die Zwickmühle
188 3. Das Doppelschach

191 Kapitel 9 - Die Bauernkette
191 1. Allgemeines und Definition. Die Basis der Bauernkette. Die Idee der beiden getrennten Kriegsschauplätze
194 2. Der Angriff gegen die Bauernkette
196 3. Der Angriff gegen die Basis als strategische Notwendigkeit
199 4. Übetragung der Blockaderegeln vom "Freibauern" auf die "Kette" 
201 5. Der Begriff des Überrumpelungskrieges und der des positionellen Belagerungskampfes, angewandt im Kettenbereich. Der Angreifer am Scheidewege! 
209 6. Die Übertragung des Angriffes 
212 Kleines Schema zur Bauernkette 
213 Partien zur Bauernkette 

229 Teil II - Das Positionsspiel 
231 Kapitel 1 - Prophylaxe und Zentrum bringt als Einleitung meine Auffassung des Positionsspiels und behandelt ferner das Problem des Zentrums 
231 1. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Behandlung der Elemente einerseits und dem Positionsspiel andererseits 
232 2. Über positonelle Gedanken-Schädlinge, deren Ausrottung in jedem einzelnen Falle eine conditio sine qua non für die Erlernung des Positionsspiels bildet 
235 3. Meine neuartige Auffassung des Positionsspiels als solchem 
240 4. Neben der Prophylaxe bildet die Idee der "Gesamtbeweglichkeit" der Bauernmasse ein Hauptpostulat meiner Positionslehre. Der Leser, der über gar zu viel Gesetzmäßigkeit klagt, erhält ein kleines, aber nettes Pflästerchen 
241 5. Das Zentrum 
247 6. Worin hat das Leitmotiv der wahren Strategie zu bestehen? 
251 7. Das Aufgeben des Zentrums 
251 Die "Aufgabe des Zentrums" - ein Vorurteil

265 Kapitel 2 - Doppelbauer und Hemmung
265 1. Wahlverwandtschaft zwischen "Doppelbauer" und "Hemmung"
268 2. Die bekanntesten Doppelbauernkomplexe passieren Revue (abgekürzt "Doppelkomplexe"). Der Doppelkomplex als Angriffsinstrument
277 3. Hemmung. Die "mysteriösen" Turmzüge. Über echte und unechte Befreiungszüge und wie dagegen anzukämpfen ist
283 4. Die Ur-Zelle der gegen eine Bauernmehrheit gerichteten Hemmungs-aktion wird in Reinkultur vorgeführt. Der Kampf gegen eine Zentral-mehrheit. Die qualitative Mehrheit
284 5. Die verschiedenen Formen, unter denen die Hemmung aufzutreten pflegt, werden näher beleuchtet 

301 Kapitel 3 - Der isolierte Damenbauer und seine Nachkommenschaft 
302 1. Die dynamische Kraft des Bauern d4 
302 2. Der Isolani als Endspielschwäche 
303 3. Der Isolani als Angriffsinstrument im Mittelspiel
305 4. Welche Fälle sind für Weiß und welche sind für Schwarz günstig?
305. Noch einige Worte über das mögliche Entstehen einer Reflexschwäche unter den weißen Damenflügelbauern 

323 Kapitel 4 - Wie man starke eigene Punkte systematisch überdeckt und wie man schwache Bauern bzw. Punkte loszuwerden sucht 

335 Kapitel 5 - Das Lavieren gegen eine feindliche "Schwäche". Der kombinierte Angriff an beiden Flügeln 
335 1. Aus welchen logischen Bestandteilen ist das Strategem des Lavierens gegen eine Schwäche zusammengesetzt? Der Begriff der "Achse", um die die Lavierungsoperation sich dreht 
336 2. Das Terrain. Das Gesetz des Lavierens. Der Platzwechsel 
340 3. Das kombinierte Spiel an beiden Flügeln, bei vorläufig noch fehlenden oder doch verdeckten Schwächen 
342 4. Das Lavieren unter erschwerten Umständen (Das eigene Zentrum ist schutzbedürftig) 

353 Nachtrag -Zur Geschichte der Schachrevolution 1911-1914 
353 1. Die allgemeine Lage der Dinge vor 1911 
354 Entspricht Dr. Tarraschs "Die moderne Schachpartie" wirklich moderner Auffassung? 
364 2. Die revolutionären Thesen 
365 3. Die revolutionäre Theorie wird in revolutionäre Praxis umgesetzt. Die Stammpartie des ideellen Damengambits 
368 4. Weitere historische Kämpfe 
372 5. Ausbau und Entwicklung der Schachrevolution in den Jahren 1914 bis 1926
377 Nachwort des Herausgebers
383 Nachwort des Herausgebers zur Neuausgabe 2007
385 Nimzowitsch contra Tarrasch
397 Spielte Nimzowitsch krumm?
401 Spielerverzeichnis
403 Stichwortverzeichnis
411 Abspann

Rezensionen:

Aaron Nimzowitsch gehörte in den Zwanziger Jahren zu den stärksten Spielern. Seine größten Erfolge wa­ren der mit Rubinstein geteilte erste Platz in Marienbad 1925 und sein Sieg beim Superturnier Karlsbad 1929, an dem fast die gesamte Welt­spitze teilnahm.

In diesen Jahren schrieb er auch seine Bücher 'Mein System' und 'Die Praxis meines Systems', die zu den berühmtesten Klassikern in der Schachliteratur zählen.

Bei dem 'System' handelt es sich um ein Lehrbuch des Schachspiels von dem ganze Generationen gelernt haben und das viele spätere Autoren als Grundlage benutzen konnten. Im ersten Teil behandelt Nimzowitsch die Elemente der Schachstrategie:

1) Zentrum und Entwicklung

2) Die offene Turmlinie

3) Die 7. und 8. Reihe

4) Der Freibauer

5) Der Abtausch

6) Die Elemente der Endspiel-Strategie

7) Der gefesselte Stein

8) Das Abzugsschach

9) Die Bauernkette.

Der zweite Teil ist dem Positions­spiel gewidmet und enthält die The­men

1) Prophylaxe und Zentrum

2) Doppelbauer und Hemmung

3) Der isolierte Damenbauer und seine Nachkommenschaft

4) Überdeckung und schwache Bauern

5) Das Lavieren.

Matthias Vettel hat das Buch mo­dernisiert und dabei eine ausgezeich­nete Arbeit abgeliefert. Es gibt viel mehr Diagramme als bei früheren Ausgaben, die Darstellung ist wesent­lich übersichtlicher, sinnverfremden­de Änderungen am Text wurden nicht vorgenommen.

Auch durch die äußere Gestaltung ist das Buch eine Zierde für jede Schachbibliothek. Wir empfehlen das 'System' allen Schachfreunden und freuen uns bereits auf die angekündigte Überarbeitung von 'Die Praxis meines Systems'.

Schach-Markt 4/2005


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19.05.2006 
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Das Schachturnier zu Baden-Baden 1870, by Stefan Haas is available
 
 
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