Neben konkreten Tips zur Gestaltung des eigenen Endspieltrainings wird eine ganze Reihe allgemein gültiger Regeln angeboten, und das schwierige Thema der spezifisch "schachpsychologischen" Fertigkeiten wird höchst instruktiv abgehandelt.
Mit "Effektives Endspieltraining" legen die beiden Erfolgsautoren bereits ihr drittes Trainingswerk vor. In jüngster Zeit ist die Bedeutung des Endspiels stark gewachsen. Das Reglement von Turnieren hat sich wesentlich geändert: Partien werden heute kaum noch vertagt. Die häusliche Analyse fällt weg, man muß seine Entscheidungen am Schachbrett treffen. Ohne ausgezeichnete Kenntnisse und ohne das Verständnis der Endspielgesetze ist es schwer, diese Aufgabe zu bewältigen. Fehler im Endspiel sind die letzten in einer Partie, man kann sie nicht mehr korrigieren. Die Hauptkapitel des Buches behandeln die Theorie, die Analyse und die Technik des Endspiels - also alles, was ein Schachspieler über dieses Partiestadium wissen muß.
007 Vorwort
009 Teil I - Theorie des Endspiels
011 M. Dworezki: Wie man das Endspiel studiert
011 1. Das Studium der Theorie
025 2. Vervollkommnung der Technik
034 Übungen
038 A. Jussupow/M.Dworezki: Theorie und Praxis des Turmendspiels
056 Übungen
062 M. Dworezki: Vom Einfachen zum Schwierigen Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern
076 Übungen
079 Teil II - Analyse des Endspiels
081 W. Wulfson: Typische Endspiele mit verbundenen Freibauern
090 M. Dworezki: Abenteuer bei der Hängepartie
095 A. Jussupow: Solo für den Springer
101 Teil III - Technik des Endspiels
103 M. Dworezki: Die Realisierung eines Vorteils
132 Übungen
137 A. Jussupow: Technische Methoden im Kampf der Großmeister
142 M. Dworezki: Lehren eines Endspiels
149 A. Jussupow/M. Dworezki: Partieanalyse
163 Teil IV - Endspielpraxis
165 A. Jussupow: Aus dem Schaffen unserer Schüler
Das Reglement von Turnieren hat sich in einem wesentlichen Punkt geändert: Die Unterbrechung einer Partie und die damit verbundene Möglichkeit zur Analyse ist weggefallen. Eine gute Endspieltechnik ist heutzutage für ehrgeizige Turnierspieler unverzichtbar, da gerade in dieser komplizierten Phase der Schachpartie errungene Vorteile erst einmal zum Punktgewinn verwertet werden müssen. Das vorliegende Buch der beiden bekannten Autoren geht einen grundsätzlich anderen Weg als vergleichbare Werke zum Thema. Hier wird nicht in erster Linie theoretisches Wissen abgehandelt, sondern der Versuch unternommen, das allgemeine Verständnis des Lesers für die schwierige Materie zu verbessern. Neben konkreten Tips zur Gestaltung des eigenen Endspieltrainings wird eine ganze Reihe allgemein gültiger Regeln angeboten, und das schwierige Thema der spezifisch "schachpsychologischen" Fertigkeiten wird höchst instruktiv abgehandelt. Meiner Einschätzung nach hat dieses Buch das Zeug dazu, zu einem echten "Klassiker" zu werden. Besonders gut haben mir die nicht mit Varianten "überlasteten", sondern eher allgemein formulierten Erläuterungen und Hinweise gefallen. Ich bin sicher, daß dieses Buch nicht das Schicksal vieler anderer Bücher zum gleichen Thema erleiden wird, nämlich ungelesen im Bücherschrank zu verstauben...
P. Schreiner, Rochade Europa 3/97