Zum Sweschnikow-Sizilianer ist derzeit Yakovich: The Complete Sveshnikov Sicilian (Gambit 2002) das Maß aller Dinge, und... wird es auch bleiben. Nichtsdestotrotz ist das Buch des 51-jährigen ungarischen IMs eine nette Ergänzung - Horvath hat jahrzehntelange Erfahrung mit dieser Spielweise, deren Ausarbeitung er in den späten Siebziger und frühen Achtziger Jahren mitgeprägt hat. 1993 hatte Horvath schon zusammen mit Adorjan den Titel: Schwarz ist super... in Sizilianisch Sweschnikow herausgebracht. Im vorliegenden Werk kommentiert Horvath 35 seiner besten Sweschnikow-Partien, weitere fünf sind „Neo-Sweschnikow” (1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 c:d4 4.S:d4 e5 5.Sb5 d6) gewidmet. Die aktuelle Theorie ist eingearbeitet, die Partien sind nach Varianten geordnet und das Ganze macht durchaus den Eindruck einer systematischen Arbeit und nicht nur einer lose aneinandergereihten Partiesammlung. Das Layout ist in Ordnung, das Englisch mittelprächtig, der Verkaufspreis am internationalen Standard. Wahrscheinlich erscheint demnächst eine deutsche Ausgabe. Empfehlenswert als Ergänzung zum „Yakovich” oder auch zum Einstieg in die Materie.
Harald Keilhack, Schach 08/2003